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Marokko
Von Susanne Senft.

Ehrlich gesagt haben wir dieses Land unterschätzt und nicht vermutet, dass uns so viele Naturschönheiten begegnen werden und so viele freundliche, aufgeschlossene Menschen.

Begonnen haben wir unsere Rundreise in der Königsstadt Marrakesch und dort, in den schmalen lehmroten Gassen, wo sich ein Laden dicht an den anderen reiht, Berber, Araber, Nomaden und Bergbewohner zusammentreffen und Ihre Waren anbieten, sind wir bereits dem orientalischen Charme dieses Landes erlegen. In den endlosen Souks der Stadt werden neben Kunsthandwerk Waren in Hülle und Fülle angeboten und abends gewinnt man einen Einblick in eine längst vergangene Epoche – auf dem Platz Jemaa el Fna unterhalten Gaukler, Tänzer, Musiker und Schlangenbeschwörer Ihr Publikum. Medizinmänner, Wahrsager, Geschichtenerzähler und Wasserträger kämpfen um die Gunst der Zuseher. Schaukämpfe und Wettbewerbe werden veranstaltet und zwischen Karren voller Orangen und Datteln sitzen essende und lachende Menschen vor dampfenden Garküchen.

2 Tage später fahren wir durch das beeindruckende Bergmassiv des Hohen Atlas, entlang von Terrassengärten gesäumten Straßen, großartiger Schluchten und Canyons. Wir treffen immer wieder auf gastfreundliche Berberdörfer und erreichen schließlich die Straße der Kasbahs.
Nahe der Stadt Quarzazate liegt eine der berühmtesten Kasbah's des Landes, die unter anderen auch dem Hollywood-Epos „Gladiator“ und davor „Lawrence von Arabien“ als Kulisse diente. Ait Ben Haddou – ein prachtvolles Bauwerk aus rotem Lehm, umgeben von Mandelbäumen und einer malerischen Landschaft. Einst waren die Berber angesehene Stämme mit mächtigen Scheichs und Kalifen, heute verfallen die alten Wehrburgen, genannt Kasbah's. Die Berber sind verarmt, aber nichts desto trotz ein stolzes Volk geblieben.

Entlang des fruchtbaren Draatales liegen die Festungsdörfer der Berber dicht beieinander, geprägt von einer Oasenlandschaft mit Dattelhainen. Einige Male treffen wir auf farbenprächtige Wochenmärkte, die für uns eine wahre Augenweide darstellen. Nomaden verkaufen Ziegen und Esel, Datteln, Orangen, Gewürze, der Handel obliegt hier fast ausschließlich den Männern, Frauen sieht man selten.

Über die Oase Zagora nähern wir uns einem riesigen Wüstenplateau, ab Merzouga gibt es nur mehr Sand, heißen Sand soweit das Auge reicht, weiche faszinierende Formen.
Einen krassen Gegensatz dazu erleben wir im Dades-Tal, wo sich Palmenhaine und grüne Felder terrassenförmig an die schroffen Felsen schmiegen, überall blühen Oleanderbäume.
In der zerklüfteten Umgebung verschmelzen die Farben der Kasbah´s mit den Felsen, in leuchtendem purpurrot und warmen Gelbtönen. In der Todra-Schlucht scheinen die einzigartige Kalksteinformationen über unseren Köpfen zusammenzuwachsen.

In allen Städten erwarten uns gepflegte Unterkünfte und die marrokanische Küche ist abwechslungsreich und sehr schmackhaft. Die letzten Tage verbringen wir am Strand von Agadir und lassen bei ausgedehnten Strandspaziergängen die Erlebnisse Revue passieren – ja, unsere Erwartungen wurden übertroffen, wir kommen wieder, Marokko hat noch viel zu bieten!


Reiseinfo:
Klima/Reisezeit Das Klima der Küstengebiete im Westen Marokkos ist wegen des atlantischen Einflusses meist mild, im Winter jedoch nass und kalt. An der Nordküste zeigt sich ein typisch mediterranes Klima: Die Sommer sind sehr warm, die Winter hingegen regenreich und kühl. Hinter den Gebirgsketten im Landesinneren herrscht Wüstenklima mit kalten Nächten und heißen, trockenen Tagen. In den Sommermonaten sollte man Abstecher in die Wüste daher besser unterlassen.

JUMBO Reisetipp Veranstalter wie Neckermann, Gulet, TUI, u.a. bieten umfangreiche Reiseangebote nach Marokko an.

JUMBO Reiseangebot JUMBO Touristik bietet gemeinsam mit Joe:s Reiseclub im Frühjahr 2007 eine geführte Rundreise mit Badeverlängerung nach Marokko an. Sobald ein detailliertes Reiseprogramm vorliegt, senden wir Ihnen dieses gerne zu.